Die Geschichte von Deisenhausen

 

Pfarrei St. Stephan

Die Pfarrkirche St. Stephan prägt mit ihrer festlichen Rokokofassade seit fast 220 Jahren Deisenhausen. Ihr stolzes, durch die Renovation vor einem guten Jahrzehnt im originalen Glanz wiedererstandenes Bild war und ist bis heute Ausdruck einer aktiven Pfarrgemeinde, der „Kirche aus lebendigen Steinen“.Dieses Faltblatt möchte Ihnen einen Überblick geben über verschiedene Möglichkeiten zur Mitarbeit, zum Mitfeiern, zum Miteinander Kirche bauen. Auf einen Blick finden Sie wichtige Telefonnummern und Informationen, wer im Bedarfsfall wo zu erreichen ist.Viele lassen sich an ihrem Platz einreihen in die „Kirche aus lebendigen Steinen“ in Deisenhausen. „Neue Gesichter“ sind aber immer willkommen, angefangen von den Musikgruppen, über die Ministranten bis hin zu den besonderen Festen das Jahr hindurch.Bauen auch Sie mit an einer lebendigen Pfarrgemeinde im 21. Jahrhundert!

Ihre
Klaus Bucher, Pfarrer,gez. Gudrun Singer, Pfarrgemeinderatsvorsitzendegez. Franz Hopfenzitz, Kirchenpfleger

Die Pfarrkirche St. Stephan

Teilweise auf den Fundamenten einer Vorgänger- kirche entstand in den Jahren 1765/66, der Zeit des ausgehenden Barock, im Zusammenwirken des be-deutenden Baumeisters Joseph Dossenberger d.J. und des hervorragenden Freskanten Johann Baptist Enderle sowie weiterer bedeutender Künstler in Deisenhausen eine der schönsten Dorfkirchen im Stile des Rokoko in Schwaben.. Bauherrin war die Kirchenstiftung in Verbindung mit der St. Jakobs- pfründe in Augsburg, welche dann nach Ankauf im Jahre 1679, Besitzerin des gesamten Ortes „Teußenhausen“ war. Damaliger Pfarrer MichaelIlger überließ der Kirche als Universalerbe eine große Summe (2758 fl. 45 kr. 4hl.) - damit fast den halben Baupreis - und darf deshalb als wichtiger Miterbauer gelten. Der Kirchenbau selbst führte hinsichtlich der Ausstattung zu Differenzen. Der Obervogt der St. Jakobspfründe setzte sich gegen den Pfarrer durch. Darum kam es zu der überaus prächtigen Ausstattung, wenngleich in erheblichem Maß Kapitalien auf- genommen werden mussten. Dies führte derart zur Verarmung der Pfarrei, dass sie einige Zeit keinen eigenen Pfarrer mehr haben konnte. Im Jahre 1790 wurde die Kirche geweiht und erhielt als Patron den Hl. Stephanus. Seither musste die Pfarrkirche mehr- mals restauriert werden.Verkehrsbedingte Veränder- ungen im Baugrund führten in den letzten Jahrzehn- ten zur akuten Einsturzgefahr des Kirchturmes. Ab 1987 wurde so in einer großangelegten Gesamtre-staurierung die Rettung der Kirche begonnen. Mit großer Kraftanstrengung und unter Mitwirkung vieler Bürgerinnen und Bürger, sowie aller Vereine in Deisenhausen, einschließlich des „Fördervereines Rokoko-Kirche St. Stephan Deisenhausen e.V.“, konnten bisher über 270 000.-- Euro für die Erhaltung unserer Pfarrkirche St. Stephan aufgebracht werden.So erstrahlt die Kirche wieder im originalen Glanz ihrer Erbauungszeit und dient Gemeindemitgliedern und Besuchern als Ort der Einkehr, des Gebetes und des Staunens.