St. Urbanskapelle

St. Urbanskapelle u. Lourdesgrotte

Die St. Urbanskapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zur damaligen Zeit befand sich die Kapelle im „unteren Ried“ ca. 80 m nördlich des Pfarrhofs. Der Untergrund der Kapelle war stets sumpfig und feucht, weshalb der kleine Bau zahlreiche Renovierungen über sich ergehen lassen musste. Schon im Jahre 1702 wurde sie wegen akuter Einsturzgefahr niedergerissen und neu aufgebaut. Im Jahr 1767 wiederholte sich dies. 1826, 1906 und 1947 wurde erneut renoviert bis das Heiligtum letztlich 1956 aufgrund des schlechten Baugrundes abgebrochen wurde und einen neuen Platz an der „unteren Halde“ erhielt.

Dort wurde im Jahre 1954 eine Lourdesgrotte erbaut, die sich bis heute von vielen Gläubigen besucht wird. Erbaut wurde die Grotte vom Burschenverein „Kolpingsfamilie“ unter dem damaligen Ortspfarrer Josef Wiedemann. In unmittelbarer Nähe der Grotte erhielt auch die St. Urbanskapelle ihren neuen Platz.

Kaum zu glauben ist, dass trotz der zahlreichen Abrisse und Renovierungen das wertvolle Deckengemälde der Kapelle relativ gut erhalten geblieben ist. Es wurde gemalt vom Weißenhorner Maler Franz Martin Kuen und stellt die Taufe der hl. Cäcilia, ihres Bräutigams Valerian und dessen Bruder Tiburtius dar. Beim letzten Abriss wurde das Gemälde in vier Teile zersägt und beim Neubau wieder zusammengesetzt.Neben einem Bittgang finden in den Sommermonaten mehrmals Gottesdienste am Samstag abend an der Grotte statt. Am Abend des 1. Mai und des 15. August pilgert die Gemeinde in feierlicher Lichterprozession zur Grotte, um Maria die Ehre zu geben.