Breitenthal

Pfarrkirche Hl. Kreuz in Breitenthal:

Die Pfarrei Breitenthal gehörte bis zur Säkularisation zum Kloster Roggenburg. Der jetzige Bau wurde in Auftrag gegeben vom damaligen Abt Gilbert Scheyerle und in den Jahren 1785/1786 nach den Plänen von Joseph Dossenberger durchgeführt. Die Kirche ist im Empire-Stil gehalten. Daß die Kirche im 19 Jahrhundert auch einmal romanisiert wurde, ließen die guten Renovierungen der Jahre 1938-1942 und 1983-1985 vergessen.

Die vier Deckengemälde von Konrad Huber aus Weißenhorn stellen dar:
über dem Chor: den hl. Urban (schützt den Ort vor Irrlehren)
nach dem Chorbogen: die Auffindung des hl. Kreuzes durch die hl. Helena
im Schiff: die Kreuzerhöhung durch Kaiser Heraklius
über der Orgelempore: die Kreuzesvision des hl. Norbert v. Xanten

Ebenfalls aus der Hand von Konrad Huber stammen die Kreuzwegstationen über den hinteren Beichtstühlen aus der Erbauungszeit. Die beiden Gemälde an den Seitenaltären zeigen Maria als unbefleckte Empfängnis (links) und den hl. Josef mit dem Jesuskind auf dem Arm (rechts). Ursprünglich war Papst Urban I. Patron der Breitenthaler Pfarrkirche. Seit dem 16. Jahrhundert bewahrt die Kirche jedoch als ihren größten Schatz eine Hl.Kreuz-Reliquie, die über das Kloster Roggenburg nach Breitenthal kam. Weshalb die Kirche nun dem hl. Kreuz geweiht ist und ihr Patrozinium am ersten Sonntag im Mai, dem Fest Kreuzauffindung feiert. Zur Pfarrkirche gehören in nordöstlicher Richtung am Fuße des Berges der Pfarrhof (erbaut zwischen 1677 u. 1680) und der frühere Pfarrstadel, das heutige Pfarrheim.